Der 29. Februar

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Schon sehr früh merkten Gelehrte, dass in ihrer Zeitrechnung etwas nicht stimmte. Kalender, Natur und Astronomie drifteten auseinander. Grund hierfür war, dass das Jahr – das Maß der regelmäßige Wiederkehr von bestimmtem Konstellationen – halt nicht exakt 365 Tage lang war, sondern ca. 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden = 365,24219 Tagen.
Die Kalenderreform unter Gaius Iulius Caesar im Jahre 45 n.Chr. löste das Problem. Alle vier Jahre wurde ein „Schaltjahr“ begangen. So hatten es bereits die Ägypter gemacht. Im „Julianischer Kalender“ hatte der Februar somit einen Tag mehr. Allerdings wurde der Tag nicht „hinten drangehängt“, sondern den 24. Februar gab es dann einfach zweimal. Durch diese Neuordnung erhielt eine Jahr die rechnerische Länge von 365,25 Tagen.
Der Unterschied von 365,23 zu 365,24219 mag einem klein erscheinen, aber auf die Jahre gerechnet…
Jahrhunderte später – 1582 – klaffte Kalender und Astronomie wieder auseinander – Zeit für eine weitere Kalenderreform, die als „Gregorianischer Kalender“ in die Geschichte einging. Zehn Kalendertage wurden ausgelassen: Auf den 4. Oktober 1582 folgte der 15. Oktober 1582.
Dieser Kalender ist der heute gültige. Er brachte eine Modifikation in der Schaltjahr-Berechnung:
* Die durch 4 ganzzahlig teilbaren Jahre sind Schaltjahre, z.B. 2016.
* „Säkularjahre“ – Jahre, die ein Jahrhundert abschließen (z.B. 1800, 1900, 2100 und 2200) – sind keine Schaltjahre.
* Schließlich sind die durch 400 ganzzahlig teilbaren Säkularjahre doch Schaltjahre. Damit sind z.B. 1600, 2000 und 2400 jeweils wieder Schaltjahre.
Die mittlere Länge des Kalenderjahres liegt somit bei 365,2425 Tage – annähern exakt die korrekte Länge.
Interessant dabei: Auch im Gregorianischer Kalender blieb es zunächst beim doppelten 24. Februar. Der Heiligenkalender der katholischen Kirche hielt an dieser Tradition sogar bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts.
Die nächsten Schaltjahre: 2020 und 2024.

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