Reichspogromnacht

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Am Abend des 9. November 1938 kam es in Deutschland zu massiven Ausschreitungen gegen Synagogen, jüdische Geschäfte und jüdische Bürger. In der Pogromnacht brannten 191 Synagogen nieder – gestürmt und angesteckt von Angehörige der NSDAP-Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) – 76 weitere wurden völlig vernichtet. Hunderte weitere Synagogen und jüdische Betstuben und -häuser wurden demoliert. Mehr als 7500 Geschäfte jüdischer Einzelhändler wurden zerstört. In den folgenden Tagen wurden tausende Juden in KZ-Lager verschleppt, ermordet oder vertrieben.
Die Nacht wurde zum Synonym des offen gezeigte Judenhasses des nationalsozialistischen Deutschland, der im Holocaust endete.
Äußerer Anlass des Verbrechens war eine NSDAP-Veranstaltung in München, auf der Propagandaminister Josef Goebbels gegen das Judentum in Deutschland wetterte, ihm die Schuld an der Ermordung des Diplomaten Ernst vom Rath an der deutschen Botschaft in Paris gab und zum „Volkszorn“ aufrief.
Bis vor einigen Jahren wurde die Nacht in Deutschland als „Reichskristallnacht“ bezeichnet. Inzwischen sieht man diese Formulierung als unangemessen an und „Reichspogromnacht“ hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt.

Bild: Brennende Synagoge Hannover – Stadtarchiv Hannover

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